Start/Blog/Einzelhandel
Einzelhandel 3. August 2026 7 Min. Lesezeit

Website für den Einzelhandel: mehr Laufkundschaft über Google.

Laufkundschaft läuft heute nicht mehr einfach vorbei — sie sucht vorher. Zwischen „Hab ich was gesehen" und „Ich fahr hin" liegen zwei Minuten am Handy. Was in diesen zwei Minuten auf Ihrer Website steht, entscheidet, ob der Besuch stattfindet.

Der häufigste Satz, den ich von Ladeninhabern höre: „Wir leben von Laufkundschaft, wir brauchen keine Website." Der Satz war vor fünfzehn Jahren richtig. Heute beschreibt er einen Verlust, den man nicht sieht — weil niemand vorbeikommt, um Ihnen zu sagen, dass er nicht vorbeigekommen ist.

Der Ablauf hat sich verschoben. Jemand steht in der Innenstadt oder sitzt abends auf dem Sofa, sucht „Schreibwaren Dülmen", „Fahrradladen in der Nähe" oder „Bettwäsche Coesfeld kaufen" — und bekommt Kartenpunkte mit Öffnungszeiten, Bewertungen und Fotos. Er klickt zwei davon an. Der Laden, bei dem alles beantwortet ist, gewinnt den Besuch. Der andere fällt raus, ohne es je zu erfahren.

Was Kunden vor dem Besuch wirklich klären wollen

Es geht nicht um Ihre Firmengeschichte. In den zwei Minuten vor der Entscheidung will jemand vier bis fünf ganz nüchterne Dinge wissen:

  • Habt ihr überhaupt offen? Nicht „Mo–Fr", sondern heute, jetzt, inklusive Mittwochnachmittag und Feiertag.
  • Führt ihr so etwas? Nicht das ganze Sortiment — die Marken, Kategorien und Preisklassen, mit denen man sich einordnen kann.
  • Wo parke ich? „Zwei Minuten vom Parkhaus Süd, drei Kurzzeitplätze direkt vor der Tür" ist für Menschen mit Auto ein Kaufargument.
  • Lohnt sich der Weg preislich? Niemand erwartet eine Preisliste. Eine ehrliche Einordnung reicht: gehobene Marken, Mittelklasse, Auslauf-Schnäppchen.
  • Kann ich vorher kurz anrufen? Eine antippbare Telefonnummer erspart Ihnen die Retoure eines enttäuschten Kunden.

Wenn diese fünf Punkte auf einer Seite stehen, die auf dem Handy in zwei Sekunden lädt, haben Sie das meiste erledigt. Das ist kein Onlineshop-Projekt. Das ist eine gute Visitenkarte, die arbeitet.

Sortiment zeigen heißt nicht Onlineshop bauen

Die Angst vor der Website ist im Handel fast immer die Angst vor dem Shop: Artikelpflege, Lagerabgleich, Versand, Retouren, Zahlungsanbieter. Verständlich — und meistens unnötig. Für einen stationären Laden bringt eine Sortimentsseite oft mehr als ein Shop, weil sie das leistet, was der Shop nicht kann: Sie holt Leute in den Laden, wo Sie beraten und zusätzlich verkaufen.

Konkret heißt das: acht bis zwölf gute Fotos aus Ihrem Laden, eine Liste der geführten Marken, drei bis fünf Kategorien mit je zwei Sätzen. Dazu, wenn es passt, ein Hinweis „Nicht vorrätig? Wir bestellen Ihnen das bis übermorgen." Das ist Ihr Wettbewerbsvorteil gegenüber dem großen Versender — nur schreibt ihn kaum jemand hin. Wie so etwas fertig aussieht, sehen Sie an unseren Beispiel-Webseiten.

Ein Wort zu den Fotos: Machen Sie sie selbst, mit dem Handy, vormittags bei Tageslicht. Aufgeräumte Regale, ein Blick von der Tür herein, die Theke, ein Detail vom guten Sortiment. Stockfotos mit lächelnden Models in fremden Läden erkennt jeder, und sie kosten Vertrauen statt es aufzubauen.

Öffnungszeiten sind kein Nebenschauplatz

Der teuerste Fehler im Einzelhandel ist die falsche Öffnungszeit. Jemand fährt hin, steht vor der verschlossenen Tür — und dieser Kunde kommt sehr wahrscheinlich nie wieder. Dazu gehören: geänderte Sommerzeiten, Betriebsferien, der 24. Dezember, Inventurtage.

Ein einziger vergeblicher Weg wiegt zwanzig gute Instagram-Posts auf. Nur eben in die andere Richtung.

Pflegen Sie die Zeiten deshalb an genau zwei Stellen — auf der Website und im Google-Unternehmensprofil — und zwar identisch. Google gleicht beides ab; Widersprüche schwächen Ihre Position in der lokalen Suche und verwirren Kunden.

Google-Karte und Website gehören zusammen

Die Entscheidung fällt bei lokalen Suchen zuerst im Kartenbereich, nicht auf Ihrer Seite. Deshalb ist das Google-Unternehmensprofil für den Handel die halbe Miete: richtige Hauptkategorie („Bekleidungsgeschäft", nicht „Einzelhandel"), aktuelle Fotos, echte Telefonnummer, gepflegte Zeiten, Bewertungen aus den letzten Monaten.

Die andere Hälfte ist die Website — als Beleg. Wer im Kartenausschnitt interessiert ist, klickt auf „Website" und will bestätigt bekommen, was er gesehen hat. Fehlt die Seite oder ist sie von 2014, springt die Aufmerksamkeit zum nächsten Eintrag. Und weil dieser gesamte Weg auf dem Telefon stattfindet, ist eine saubere mobile Darstellung keine Kür: Karte antippbar, Nummer antippbar, keine Öffnungszeiten im PDF.

Was das kostet — und wo Sie anfangen

Eine Ladenseite mit Sortimentsübersicht, Galerie, Anfahrt, Öffnungszeiten und Kontakt liegt bei uns im Starter- oder Business-Paket — 1.490 € beziehungsweise 2.490 €, Festpreis vorab, online in 7 Werktagen. Kein Stundenkonto, keine Nachforderungen, 14 Tage Geld zurück, wenn es nicht passt. Für Geschäfte im Münsterland arbeiten wir ohnehin fast immer lokal, ob Laden in Dülmen oder Ladenlokal in Coesfeld.

Wenn Sie schon eine Seite haben und nur wissen wollen, ob sie ihren Job macht: Der Webseiten-Check ist kostenlos und ehrlich — auch dann, wenn das Ergebnis lautet, dass Sie nichts ändern müssen. Konkrete Fragen zu Sortimentsseite, Fotos oder Öffnungszeiten beantworten wir vorab über das Kontaktformular, Antwort in unter 24 Stunden.

Und wenn Sie heute nur eine Sache tun: Prüfen Sie, ob Ihre Öffnungszeiten bei Google stimmen. Das dauert drei Minuten und ist der billigste Umsatz, den Sie diese Woche machen.

Bereit für eine echte
Webseite?

In 7 Werktagen. Festpreis vorab. Antwort innerhalb von 24 Stunden.

Anfrage stellen