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Preise & Kosten 24. August 2026 7 Min. Lesezeit

Was kostet eine Website im laufenden Betrieb? Pflege, Wartung und die Fünf-Jahres-Rechnung.

Beim Website-Angebot schauen fast alle auf die Zahl ganz unten: den einmaligen Preis. Über fünf Jahre gerechnet ist der oft nur die Hälfte der Wahrheit. Was danach jeden Monat anfällt, entscheidet, ob die Seite sicher, aktuell und erreichbar bleibt — oder langsam verfällt.

Im Beitrag Was kostet eine Website? ging es vor allem um den Erstellungspreis. Hier geht es um den Teil, über den seltener gesprochen wird: den Unterhalt. Eine Website ist kein Flyer, den man einmal druckt. Sie läuft auf einem Server, braucht Updates, muss gesichert werden und soll sich ändern, wenn sich Ihr Betrieb ändert.

Die festen Posten, die jede Website hat

Egal wer die Seite gebaut hat, diese Kosten fallen immer an. Sie sind überschaubar, aber sie sind da:

  • Domain: Ihre Adresse im Netz, bei .de rund 10–20 € im Jahr.
  • Hosting: der Server, auf dem die Seite liegt. Je nach Anbieter und Technik etwa 5–30 € im Monat.
  • SSL-Zertifikat: das Schloss in der Adresszeile. Heute meist kostenlos und automatisch erneuert.
  • E-Mail-Postfächer: oft im Hosting enthalten. Bei Microsoft 365 oder Google Workspace grob 5–12 € pro Person und Monat.

Zusammen landen die meisten kleinen Betriebe hier irgendwo zwischen 10 und 50 € im Monat. Teuer wird es an anderer Stelle.

Der eigentliche Unterschied: Wartung

Teuer — oder gefährlich — wird es bei der Frage, wer sich um die Technik kümmert. Wartung heißt konkret:

  • Sicherheits- und Software-Updates einspielen, bevor jemand eine Lücke ausnutzt
  • regelmäßige Backups, die im Ernstfall auch wirklich zurückgespielt werden können
  • überwachen, ob die Seite erreichbar ist, und reagieren, wenn nicht
  • prüfen, ob Anfragen aus dem Formular noch ankommen

Wie viel Arbeit das ist, hängt stark von der Technik ab. Eine WordPress-Seite mit Theme und fünfzehn Plugins braucht laufend Aufmerksamkeit, weil jedes Plugin eigene Updates und eigene Sicherheitslücken mitbringt. Wartungsverträge dafür liegen im Markt grob zwischen 30 und 150 € im Monat, dazu kommen oft Jahreslizenzen für Premium-Plugins und Themes. Warum das für viele Mittelständler die teuerste Variante ist, steht in Die WordPress-Falle.

Eine schlanke, statisch gebaute Seite ohne Datenbank und Plugin-Sammlung hat deutlich weniger Angriffsfläche. Wartung heißt dort vor allem: Server aktuell halten, Backups prüfen, Erreichbarkeit überwachen. Weniger Aufwand — aber nicht null.

Was passiert, wenn sich niemand kümmert

Die wenigsten Websites werden absichtlich vernachlässigt. Die Agentur hat damals gebaut, der Neffe hat „das mit WordPress" eingerichtet, dann kam der Alltag. Drei Jahre später zeigt sich das in typischen Symptomen:

  • Das Kontaktformular verschickt seit Monaten nichts mehr, und niemand hat es gemerkt.
  • Die Seite wurde gehackt und leitet Besucher auf dubiose Shops um. Google warnt vor dem Besuch.
  • Ein automatisches Update hat das Layout zerschossen, auf dem Handy überlagern sich die Texte.
  • Die Öffnungszeiten stimmen seit dem Umzug nicht mehr, weil keiner weiß, wie man sie ändert.

Jeder dieser Fälle kostet schnell mehr als ein ganzes Jahr Wartung: Notfall-Reparatur, verlorene Anfragen und ein Vertrauensschaden, der sich nicht in Euro messen lässt.

Die günstigste Website ist nicht die mit dem niedrigsten Preis, sondern die, die nach fünf Jahren noch zuverlässig Anfragen bringt.

Änderungen: der unterschätzte Posten

Neben der Technik gibt es die Inhalte. Neue Kollegin im Team, andere Öffnungszeiten, eine zusätzliche Leistung, der Urlaubshinweis im Sommer. So etwas fällt in jedem Betrieb mehrmals im Jahr an. Die Frage ist, was es kostet und wie schnell es online ist.

Übliche Modelle sind Abrechnung nach Stunden, ein Kontingent im Monatsbetrag oder ein System, in dem Sie selbst Hand anlegen. Selbst pflegen klingt günstig, bis man merkt, dass die eigene Zeit auch etwas kostet und jede Änderung mit Suchen im Menü beginnt.

Die Fünf-Jahres-Rechnung

Der fairste Vergleich zwischen zwei Angeboten ist nicht der Erstellungspreis, sondern die Summe über fünf Jahre. Die Formel ist simpel: einmaliger Preis plus 60 Monatsbeträge plus absehbare Extras wie Lizenzen oder Änderungsstunden.

Ein Beispiel mit meinen eigenen Zahlen, damit es nicht abstrakt bleibt: Das Starter-Paket kostet 1.490 € einmalig und 49 € im Monat für Hosting und Wartung. Über fünf Jahre sind das 1.490 € + 2.940 € = 4.430 €. Im Monatsbetrag stecken Hosting auf einem deutschen Server, SSL-Zertifikat, tägliche Backups, Sicherheits- und Software-Updates und Verfügbarkeits-Monitoring. Im Business-Paket (79 € im Monat) ist zusätzlich eine Stunde Änderungen pro Monat enthalten, im Premium-Paket (129 €) sind es zwei. Die Mindestlaufzeit beträgt zwölf Monate, danach ist monatlich kündbar.

Machen Sie diese Rechnung mit jedem Angebot, gerade mit dem vermeintlich günstigen. Eine Seite für 800 € plus 10 € Hosting wirkt billiger. Kommen Plugin-Lizenzen, eine Notfall-Reparatur und jede Textänderung zum Stundensatz dazu, kippt der Vergleich schnell.

Fünf Fragen an jeden Anbieter

Bevor Sie unterschreiben, sollten diese Punkte schriftlich geklärt sein:

  • Was genau ist im Monatsbetrag enthalten — und was nicht?
  • Wie oft wird gesichert, und wer spielt ein Backup im Ernstfall zurück?
  • Was kostet eine kleine Textänderung, und wie schnell ist sie online?
  • Wie lange läuft der Vertrag, und wie wird gekündigt?
  • Was bekomme ich bei einer Trennung: Dateien, Zugänge, Domain?

Wer diesen Fragen ausweicht, hat meist einen Grund. Bei mir stehen die Antworten offen auf der Seite Pakete & Preise. Bei einer Trennung bekommen Sie einen sauberen Export und können die Seite bei einem anderen Hoster weiterbetreiben.

Wie steht Ihre aktuelle Seite da?

Wenn Sie gerade nicht wissen, wann Ihre Website das letzte Update bekommen hat, ist das auch eine Antwort. Der kostenlose Webseiten-Check zeigt schnell, ob Verschlüsselung, Tempo und Mobil-Darstellung in Ordnung sind. Wie eine gepflegte Seite aussehen kann, sehen Sie bei den Beispiel-Webseiten — etwa für Kanzleien, bei denen veraltete Angaben besonders schnell Vertrauen kosten. Und wenn Sie Ihre laufenden Kosten einmal durchrechnen lassen möchten: kurz melden, Antwort innerhalb von 24 Stunden.

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